Anreise

Bei Tour Serail organisieren wir Ihnen die Anreise nur dann, wenn Sie das wirklich wünschen. Im Normalfall ist es aber für Sie günstiger, wenn Sie sich selbst um Ihrem Flug kümmern. Es gibt in der Zwischenzeit so viele Internetportale, die Ihnen Flüge zu günstigsten Konditionen anbieten, dass wir Ihnen nichts besseres bieten können. Möchten Sie sogenannte Low-Cost-Carrier nicht in Anspruch nehmen und lieber klassisch mit einem Linienflug nach Marokko anreisen, dann wenden Sie sich doch bitte an eLVau-travel, das Reisebüro unserer Kollegin Lucia. Sie kann für Sie alle Linien- und Charterflüge buchen, die nicht zu den Low-Cost-Carriern gehören.

Wenn Sie wissen möchten, welche Airline von wo nach wo fliegt, dann melden Sie sich doch bitte bei uns! Wir helfen gerne weiter. Nur buchen müssen Sie selbst!

Sie möchten gar nicht fliegen? Dann überlegen Sie doch einfach, bei unserer alljährlich stattfinden Busreise ab Freiburg teilzunehmen!

Essen und Trinken

Sie können in Marokko grundsätzlich alles, was gekocht ist, essen. Vorsicht ist angebracht, wenn es sich um reine Touristen-Restaurants handelt, in denen alles angeboten wird. Selten ist dies wirklich frisch.

Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte zudem einfache Restaurants vermeiden und stattdessen auf gekochte Salate (Kartoffeln, Karotten, rote Beete, Spinat, Auberginen, Zucchini, Bohnen etc.) und Backwaren (ohne Buttercreme oder Sahne) ausweichen. Diese gibt es in vielen unserer Unterkünften, vor allem in Riads und "maisons de charme".

Vegetarier haben es in Marokko nicht ganz einfach - denn die Hauptgerichte sind meist alle mit Fleisch. Selbst bei vegetarischen Gerichten wird oftmals beim Schöpfen einfach das Fleisch weg gelassen - auch wenn es mit dem Gemüse gekocht wurde. In den meisten Riads und maisons de charme, mit denen wir arbeiten können Sie aber im Vorfeld darauf hinweisen, dass Sie kein Fleisch essen und es wird für Sie dann ein wirklich vegetarisches Gericht zubereitet. In gängigen Restaurants ist dies eher selten der Fall. Alternativen sind: Omelette, Salat, Pommes - und wer mag, manchmal auch Fisch oder Sandwishes.

Wasser sollten Sie nur aus geschlossenen Mineralwasser-Flaschen trinken. Dringend abzuraten ist von selbst gebranntem Schnaps (aus Datteln oder Feigen), den man manchmal in der Wüste angeboten bekommt. Dieser ist nicht immer "rein" gebrannt. Auch raten wir von frischem Orangensaft auf dem Djemaa el Fna in Marrakech ab. Diese sind häufig nicht frisch, mit Leitungswasser verdünnt oder mit Eiswürfeln aus Leitungswasser versetzt. Überhaupt sollte man Eiswürfel meiden - aus eben genanntem Grund.

Wein und Bier kann man in nur wenigen, gehobenen Hotels und Restaurants bekommen sowie in den meisten Riads und maisons de charme. Jede größere Stadt hat mindestens ein Geschäft, das eine Alkoholverkaufslizenz hat. Hier bekommen Sie auch weitere Alkoholika, auch den einheimischen, guten Dattelschnaps (Ghazala ist der beste!)

Klima, Reisezeit und Kleidung

Marokko kann das ganze Jahr bereist werden – jedoch nicht überall. In den Bergen muss man ab Oktober mit Schnee rechnen und bis April mit Nullgraden. Auch in den Städten kann es im Dezember 0 Grad haben und nicht alle Hotels haben eine Heizung - allerdings die meisten Riads und maisons de charme. Die Sommermonate sind ungeeignet für Wüstentouren. Ideale Reisezeiten sind das Frühjahr und der Herbst. Die ideale Reisezeit für Badeferien ist Mai bis September am Atlantik und April bis Oktober am Mittelmeer.

Grundsätzlich gilt deshalb für die Kleiderauswahl: Zwiebellook! Nehmen Sie lieber mehr mit, was Sie übereinander ziehen können statt dicker Anoraks. Ein warmer Fleece gehört auch im Sommer ins Gepäck und Sandalen auch im Winter. Denn extreme Temperaturen sind ganzjährig möglich! Nehmen Sie auch langärmlige Hemden/Pullis/Blusen mit, das schützt auch gegen die Sonne! Und ganz wichtig: Sonnenschutz für den Kopf, die Augen, die Schultern! Näheres entnehmen Sie unserer Mitnahmeliste.

Rauchen

Unheimlich viele rauchen. Aber es ist nicht wirklich beliebt. Inzwischen gilt ein Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden und in den meisten Restaurants. Zigaretten gibt es an jeder Ecke zu kaufen und das für wenig Geld.

Rauchen und Kiffen sind zwei unterschiedliche Dinge. Obwohl in Marokko das Haschisch-Pfeifchen eine traditionelle Bedeutung hat, ist der Konsum von Marihuana in Marokko verboten.  

Telefon und Handy

Das Handynetz ist in Marokko sehr gut ausgebaut. Es kann aus den deutschen Netzen telefoniert werden. Wer längere Zeit in Marokko unterwegs ist, kann sich überlegen, eine marokkanische Prepaid-Karte („Carte Jawal“) für das eigene Handy  zu kaufen, was fast überall möglich ist. Sogenannte „Téléboutiques“ ersetzen die öffentlichen Telefonzellen. Man kann mit 1, 2, 5 und z.T,. auch mit 10 Dirham-Münzen telefonieren. Kleingeld erhält man beim zuständigen Personal. Die Landesvorwahl von Marokko lautet: 00212.  Die Städtevorwahlen müssen in Marokko auch innerhalb einer Stadt mitgewählt werden.

Trinkgeld

Hierfür gibt es so viele Regeln, dass wir dafür ein Infoblatt geschaffen haben, dass Sie bei einer Buchung von uns bekommen!

Banken und Geld

An den meisten Banken kann man Euro bzw. CHF in Dirham tauschen. Viele Geldinstitute haben zudem einen EC-Automaten, an dem man Geld ziehen kann - was überall im Land geht (außer in den kleinen Dörfern). Doch Vorsicht: Immer wieder (wenn auch selten) gibt es Beschwerden, dass marokkanische Bankomaten mehr Geld abbuchen, als ausbezahlt wird. Also: Quittungen aufheben, kontrollieren und im Notfall zuhause bei der Bank Beschwerde einreichen. Das Geld wird in der Regel zurückerstattet. Visa und Euro/Mastercard sind die in Marokko gängigsten Kreditkarten. In großen Hotels und großen Läden mit viel Touristenumtrieb kann man auch damit bezahlen. Öffnungszeiten der Banken: Mo-Fr 8.30-11.30 Uhr und 14.30-16.30 Uhr.

Es lohnt sich, gleich bei der Anreise am Flughafen Geld zu tauschen. Am bequemsten geht das mit Bargeld, aber in Marrakech und Casablanca stehen am Flughafen auch Bankomaten, mit denen man mit der EC-Karte (MAESTRO) Geld abheben kann. Die Kurse hier unterscheiden sich nicht von denen in der Innenstadt. Im Normalfall wird keine Tauschgebühr verlangt.

Fotografieren

Marokko ist voller Fotomotive - dennoch sollte man nicht einfach "drauf losballern". Menschen sind in der Regel fotoscheu oder möchten Geld fürs Ablichten. Akzeptieren Sie dies! 

Gesundheit

Es gibt für Marokko keine Pflichtimpfungen. Dennoch kann es für diejenigen, die längere Zeit in Marokko sind, sinnvoll sein, sich zumindest gegen Hepatitis A und B zu impfen. Polio-, Tetanus- und Diphterie-Impfungen sind jedem zu empfehlen.

Die HIV-Rate ist in Marokko vergleichsweise niedrig, was nicht gleichbedeutend für einen Freifahrschein ist. Malaria ist in Marokko bis auf ganz wenige Gebiete nicht existent.

Durchfälle und Infektionskrank-heiten können durch sorgsamen Umgang mit Wasser und viel Händewaschen und Sauberkeit vermieden werden. Infektionsgefahr gibt es überall - nicht nur beim Essen. Auch Geld kann Keime und Bakterien weiter geben, fremde Hände, fremde Gegenstände. Am besten man wäscht sich häufig die Hände und vermeidet es, diese in den Mund zu nehmen. Für Reisende mit kleinen Kindern sollten auch Desinfektionstücher deshalb immer ins Reisegepäck gehören. Für Erwachsene je nach Bedarf auch.

Obst sollte man gut waschen und unbedingt schälen. Unbedingt vermeiden sollte man es auch, wegen Bilharziose-Gefahr, in stehenden Gewässern zu baden. Mückenschutz ist in den Oasen und an Fluss- und Seeufern angebracht.

Die medizinische Versorgung in Marokko ist zwar mit der europäischen nicht zu vergleichen, dennoch nicht allzu schlecht – vor allem in den Städten. Viele Ärzte haben in Europa studiert. Auf dem Land kann zumindest die apparative Versorgung problematisch werden.

Mitbringsel

Es kann immer wieder einmal sein, dass Sie bei einer Familie zu Gast sind. In diesem Falle ist es nett, wenn Sie eine Kleinigkeit dabei haben - in erster Linie für die Kinder. Am besten kommt Schokolade an, aber wenn Sie keine durch die Hitze schleppen wollen, ist es nett, einfach ein wenig Gebäck unterwegs zu kaufen und mitzubringen. Auch immer willkommen sind Tee, Zucker oder Shampoos und Seifen (original verpackt). Seine Geschenke (auch die für die Kinder) gibt man immer der ältesten Frau im Raum.

Notruf

Polizei, Tel. 19

Krankenwagen, Tel. 15

Sicherheit

Trotz der Anschläge islamistischer Aktivisten im Mai 2003 sowie der Versuch im Frühjahr 2007 und dem Anschlag 2011 in Marrakech ist Marokko ein eher sicheres Reiseland. Die Polizei des Landes versucht jedes Aufmucken zu unterdrücken und ist dabei recht erfolgreich. Diebstähle sind selten, auch wenn es in jüngster Zeit vermehrt zu Taschendiebstählen gekommen ist. Sie sollten vor allen in den Altstädten und dort, wo viele Menschen unterwegs sind auf Ihre Handtasche und/oder Ihren Rucksack achten und Wertvolles niemals in einer Aussentasche des Rucksacks oder in offene Taschen oder Körbe stecken!

Hinzu kommen grössere und kleinere Gaunereien: Das beginnt bei den immer wiederkehrenden Versuchen, Touristen zu übervorteilen. Taxifahrer, die einen überhöhten Preis fordern, Ladenbesitzer die neue Stücke als antik verkaufen etc.

Bitte informieren Sie sich auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes über derzeitige Reisewarnungen. Die aktuellen Reisewarnungen, die momentan dort zu finden sind, betreffen Regionen, in denen wir nicht reisen. Dennoch möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Sie auf eigene Gefahr reisen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

WLAN - Wifi

Marokko als eines der Länder mit den meisten Internetanschlüssen Afrikas hat natürlich auch fast überall WLAN, in Marokko Wifi genannt. Fast alle Riads und Hotels, aber auch Cafés verfügen über WLAN. Nur ganz weit draußen, da kann es etwas schwieriger werden.

Einreiseformalitäten

Keine Visumspflicht bis 3 Monate. Ein- und Ausreise sind nur mit einem gültigen Reisepass möglich, der ab Einreisedatum noch 6 Monate gültig sein muss. Ein Personalausweis ist nicht ausreichend, auch wenn er manchmal bei der Einreise in Agadir akzeptiert wird. Kinder brauchen einen eigenen Ausweis mit Lichtbild (bis 3 Jahre reicht ein eigener Ausweis ohne Lichtbild).

Islam und Heiligenglaube

 Marokko ist ein monotheistisches Land. Die hier vorherrschende Religion ist der Islam. Es ginge zu weit, hier zu beschreiben, was der Islam genau ist, aber ein paar Grundzüge des Islams seien hier erklärt: Der Islam ist die Weiterführung von Judentum und Christentum. Alle jüdischen und christlichen Propheten sind auch muslimische Propheten – nur haben sie einfach noch einen mehr, nämlich Mohamed. Er ist der letzte Prophet und korrigiert, was alle andere Propheten vor ihm noch nicht wussten. Im Islam ist Jesus der zweitwichtigste Prophet, aber kein Sohn Gottes.

Der Islam schreibt seinen Anhängern fünf Pflichten vor: Das fünfmalige tägliche Gebet, das Glaubensbekenntnis an den einen Gott, das Almosengeben, das Fasten im Monat Ramadan sowie die Pilgerfahrt – sofern man die Mittel und die Gesundheit hierfür hat. Die Einhaltung aller anderen Regeln ist gewünscht, aber nicht zwingend Pflicht.

Im Islam gibt es keinen Unterschied zwischen Frau und Mann, zwischen Arm und Reich, zwischen Schwarz und weiß. Alle sind gleichwertig, solange sie sich an die Regeln des Islams halten. Dass es in der Realität häufig anders ist, hat nichts mit dem Islam zu tun, sondern damit, wie er ausgelegt werden kann. Außerdem sind andere Ansichtsweisen meist traditionelle Ansichtsweisen, die mit der Religion an sich nicht allzu viel zu tun haben.

Das heilige Buch – im Arabischen nennt man es das «edle Buch» - «al Qur’an al karim» ist der Koran. Es ist eine Niederschrift der Offenbarungen Allahs, die er Mohamed, dem Propheten hat zukommen lassen. Daneben gibt es Erzählungen über das Leben und Wirken des Propheten. Beides zusammen ergeben die Lebensregeln für die Muslime. Es gibt viele Skeptiker, die nur den Koran als Regelgrundlage akzeptieren.

Heiligenglaube ist im «puren» Islam tabu. Es gibt keine Heiligen, aber es gibt Menschen, die Allah näher sind als andere. Und diese - in Marokko auch Marabouts genannt - werden heiligengleich verehrt. Sehr weise Männer und Frauen erhalten nach ihrem Tod ein besonderes Kuppelgrab, das den gleichen Namen trägt wie sie: Marabout. Hierher pilgert man an bestimmten Feiertagen, um sich Baraka (also die Segenskraft des «Heiligen») zu erbitten.

Post

Postämter gibt es im ganzen Land. Sie sind zu unregelmässigen Zeiten von Montag bis Freitag geöffnet. Ein Brief nach Europa kostet 6,50 Dirham und dauert in der Regel 10 Tage. Es ist davon abzuraten, Briefe und Postkarten in die dazu bereitgestellten Briefkästen zu werfen, da sie verloren gehen können

Ramadan

Im islamischen Fastenmonat geht alles langsamer und gemächlicher zu als im Rest des Jahres. Gegen Spätnachmittag werden die Menschen unruhig und bisweilen sehr ungeduldig, weil sie Hunger und Durst haben, und die Lust auf eine Zigarette sie plagt. In dieser Zeit sollte man als Gast im Land ein wenig Toleranz mitbringen und sofern man mit Fahrern oder Guides unterwegs ist, schauen, dass man zum Sonnenuntergang entweder schon am Bestimmungsort oder zumindest bei einem Restaurant ist. Wer im Ramadan nach Marokko reist, muss seinen Reiserhythmus meist etwas umstellen. Wie und wo und was erfahren Sie auf einem Infoblatt, wenn Sie bei uns gebucht haben!

Strom

Üblich sind Marokko 220 Volt. Im Normalfall braucht kein Adapter mitgenommen werden. Wer in sehr einsamen Regionen reist, sollte einen Steckrad-Adapter für Südeuropa mitnehmen oder ggf. eine Powerbank. 

Toilette und so...

Statt Toilettenpapier werden in Marokko die Hand und frisches Wasser verwendet. Deshalb findet sich in jeder Toilette auch ein Wasserhahn. Europäische Toiletten sind außerhalb der Hotels und Restaurants eher unüblich, es gibt überall Stehtoiletten.

An vielen Wänden in den Städten steht auf Arabisch geschrieben: Al-bul mamnu - Pinkeln verboten! Das macht Mann einfach nicht. Wenn er mal muss und keine Toilette aufsuchen kann, sollte er in die Hocke gehen und unter der Djellabah (so denn eine vorhanden) hervorpinkeln. Frauen können dies nicht ganz so elegant und suchen deshalb besser einen guten Baum (unterwegs) oder eine Toilette auf.

Zeit

Die Europäer haben die Uhren - die Marokkaner haben die Zeit! Mal davon abgesehen gilt in Marokko immer: Eine Stunde weniger als in Deutschland. Sommer wie Winter. Nur im Ramadan gelten andere Regeln. Das ist auf unserem Ramadan-Merkblatt beschrieben.