Begegnungen

Eine Reise von Frauen für Frauen zu Frauen im Süden Marokkos

19. bis 30. November 2022

Wer möchte nicht dem grauen Winter entfliehen, noch einmal Sonne tanken, bevor dann in Europa die Weihnachtsvorbereitungen beginnen und mit der Adventszeit eine schöne, aber doch auch arbeitsreiche Zeit beginnt!? 

Wie schön ist es also, vorher noch einmal in den Süden zu reisen. In den Süden Marokkos, in diese zauberhafte Landschaft, um dort dem Land und seinen Menschen zu begegnen. Vor allem den Frauen. Denn auf dieser Reise haben wir uns nicht nur eine zauberhafte Rundtour ausgedacht, sondern wir werden auch tollen Frauen begegnen. Wir nehmen auf dieser Reise ganz häufig vollkommen unbekannte Wege, fahren in Regionen, die so unberührt vom Tourismus sind, dass sie nicht noch nicht mal in meinen Reiseführern erwähnt werden, um dann an bekannteren Orten unbekannte Seiten zu entdecken.

 

An ihrer Seite ist – wie auf allen Frauenreisen – Simone Benhassi. Sie kam vor 45 Jahren nach Marokko, wo sie seitdem lebt. Ihre Leidenschaft sind die Landschaften des Südens, die Wüste, vor allem aber der nachhaltige Tourismus und Begegnung auf Augenhöhe mit den Menschen vor Ort. Als erfahrene Reiseleiterin wird sie für Sie die Brücke zum Land sein, und das, das werden Sie sehen, macht diese Reise zu einer ganz besonderen.

 

 

Das Programm:

 

19. November -Sie fliegen individuell nach Marrakech, wo wir Sie am Flughafen abholen und in ein kleines, sehr zentrales, hübsches Riadhotel bringen. Sie lernen Simone, Ihre Reiseleiterin kennen. Wer schon am Vormittag anreist (oder an einem früheren Tag) geht heute Nachmittag mit Simone ins Musée de la femme, in das Frauenmuseum. Am Abend treffen wir uns dann alle – je nach Wetter auf der Dachterrasse oder im Salon – zum Essen in unserer Unterkunft. Willkommen in Marokko!

20. November – Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von der schönen Ockerstadt und fahren los Richtung Osten. Durch die Haouz-Ebene geht es in einer zweistündigen Fahrt nach Demnate am Rande des Hohen Atlas. Hier haben Nadia und Ihr Mann ein kleines, zauberhaftes und schickes Gästehaus inmitten eines wunderbaren Grundstücks eröffnet. Wir bekommen einen Begrüßungstee, können uns ein wenig ausruhen. Nadia engagiert sich in Demnate sozial, hat einige Associations gegründet, um den Frauen vor Ort zu helfen. Sie produzieren Konfitüren, machen Honig und sticken, um sich so ein Zubrot verdienen zu können, vor allem aber auch, um ein wenig Selbständigkeit zu erlangen. Wir treffen auf einige der Frauen, können uns austauschen und machen noch einen kleinen Spaziergang, bevor wir gemeinsam zu Abend essen.

 

21. November – Imi’n’Ifri: Das sind unglaublich beeindruckende Felsformationen. Ein unterirdischer Fluss kämpft sich seinen weg durch Felsen durch und hat dabei eine natürliche Brücke geschaffen, einen kleinen Tunnel, zu dem wir runtersteigen können, wenn der Wasserpegel es zulässt. Wenn wir nicht schon gestern auf unserem Spaziergang hier waren, machen wir spätestens heute morgen einen Stopp. Vom Zauber des Ortes gefangen, setzen wir unseren Weg fort. Es geht über den Hohen Atlas. Traumhafte Fernblicke, keine Touristen, es ist eine unbekannte Strecke. Am Nachmittag kommen wir ins Rosental, wo wir eine kleine Herberge beziehen. Nach dem Begrüßungstee können wir uns noch die Beine vertreten, dann gibt es Abendessen

 

22. November – Was für ein Glück! Genau heute ist Markttag in Kelaat M’Gouna und so gehen wir morgens gemeinsam auf den Markt und kaufen Lebensmittel, um danach gemeinsam mit den Frauen der Familie von Mohamed, unserem Partner und verantwortlichen Fahrer zu kochen. Nach dem Essen sind wir pappsatt und ruhen uns aus. Denn am Abend erwartet uns dann ein Fest im Rosental. Wir laden ein paar Leute im Dorf ein, ein Lamm wird geschlachtet, es wird gegrillt und dazu wird getanzt und gesungen!

23. November – Nach dem schönen Fest heißt es Abschied nehmen. Wir fahren weiter. Der Djebel Saghro ist ein faszinierendes Wüstengebirge. Langsam windet sich die Straße bergauf zu dem Pass. Hier machen wir Halt und trinken einen Tee, bevor es dann langsam wieder weiter gen Süden geht. Auf der Fahrt nach unten sehen wir die beiden Türme des Bab’n’Ali, bevor wir in N’kob ankommen, wo wir in eine alte Kasbah ziehen, die liebevoll restauriert wurde. Wenn es warm genug ist, wartet hier ein Pool auf uns! Abendessen in der Kasbah.

 

24. November – Heute ist ein längerer Fahrtag. Es geht nach Westen. Unseren ersten Stopp haben wir in Tazenakht, wo wir eine kleine Teppichkooperative besuchen. Danach geht es hinein in die Bergwelt. Auf kleiner Piste geht es vorbei an Safranfeldern nach Aguinane. Mit ein bisschen Glück blühen die Krokusse noch und wir können uns auf einen lila Farbrausch einstellen. Angekommen im Wüstengebirge in einem Dorf ganz ganz weit weg von allem, lernen wir Rkia kennen, die hier eine kleine einfache Herberge betreibt. Wir haben noch Zeit für einen kleinen Spaziergang, bevor es Abendessen gibt.

 

25. November – Heute lassen wir die Seele baumeln. Wir spazieren durch die Oasengärten, treffen Frauen, trinken gemeinsam Tee und haben einen kleinen Lunch. Wenn wir Lust haben, wird uns Rkia den Besuch eine Frauenkooperative organisieren, wenn nicht, dann auch nicht. Heute lassen wir es nach so viel Programm locker angehen in dieser sehr eindrückliche, schönen Landschaft, die so weit weg ist von allem! Abendessen gibt es wieder in unserer Herberge.#

 

26. November – Wir verlassen die einsame Gegend und widmen uns heute weiter dem Safran. Wir fahren ins Zentrum des Safrananbaus nach Taliouine, besuchen dort eine Kooperative, probieren einen Tee mit Safran und fahren dann weiter in die alte Saadier-Hauptstadt Taroudannt. Hier wohnen wir in einem herrlichen Anwesen vor den Toren der Stadt mit einem wundervollen Garten! Der Duft von Orangenblüten und -bäumen umweht uns! Gemeinsam essen wir zu Abend.

 

27. November – es geht ans Meer! Agadir umfahren wir weiträumig und bald schon kommen wir auf die herrliche Küstenstraße, die uns heute nach Essaouira bringt. Immer oberhalb des Atlantiks geht es nach Norden. Bei der Arganien-Kooperative Toudarte halten wir an und treffen dort jemanden, der uns alles zu den Bäumen und dem Öl erklärt. Wir dürfen probieren und erfahren so ganz viel.

Am Nachmittag schon kommen wir in Essaouira an, können die Füße ins Wasser strecken und am Hafen den Booten zuschauen, wie sie langsam zurückkehren. In Essaouira hat man sofort Feriengefühle und diese genießen wird. Am Abend essen wir entweder gemeinsam.

 

28. November – ein toller Tag erwartet uns. Wir laufen gemeinsam in ein kleines Geschäft, wo wir Habiba treffen. Sie ist die erste Frau in Essaouira, die ein eigenes Geschäft hat. Sie gibt uns alles, was wir für den Hammam-Besuch am Nachmittag brauchen, nämlich die sogenannte Savon Noir und Ghazoul sowie einen harten Waschlappen, und macht uns mit Naima bekannt, die uns heute begleiten wird. Wir laufen zu unseren Autos und los geht die Fahrt nach Sidi M’barek, einem wirklich beeindruckenden und wunderschönen Ort südlich von Essaouira. Hier machen wir eine kleine Wanderung mit Naima, schauen uns die Wasserfälle an und kehren anschließend bei Hassan und Aija an. Wir trinken Tee, essen selbstgebackenes Brot und bekommen einen Eindruck davon, wie die Menschen hier leben.

Gestärkt geht es zurück nach Essaouira, wo wir wieder Habiba treffen. Sie wird uns in ein traditionelles Hammam in der Neustadt begleiten, also in ein traditionelles Dampfbad. Wir mischen uns unter die Frauen, bekommen eine Ganzkörper-Maske und schrubben uns sauber. Wir verabschieden uns von den Frauen und kehren zurück ins Riad, wo wir uns von den Erlebnissen ausruhen können. Abendessen.

 

29. November – Es geht zurück ins Landesinnere. Doch statt uns nun ins quirlige Touristenleben Marrakechs zu stürzen, werden wir entweder noch eine kleine Ziegenkäse-Manufaktur nahe Essaouira oder ein Projekt im Hohen Atlas besuchen und kommen so bereichert zu Sabine, die am Stausee Lalla Takerkoust ein kleines Hotel betreibt. Wir werden köstlich bekocht und genießen am Pool oder am Kamin den letzten Abend unserer Reise.

 

30. November – Von Lalla Takerkoust aus sind es nur 30 Minuten zum Flughafen. Wir bringen Sie dorthin und verabschieden uns und wünschen Ihnen, dass Sie voll schöner Eindrücke einen guten Rückflug haben.

Reiseinformationen und Preise

 

Wir haben sehr individuelle Unterkünfte gewählt, mal schick, gerade auf dem Land aber auch mal einfach. Nicht überall können wir Einzelzimmer zusichern (aber fast immer und wenn gar nicht so viele Frauen ein Einzelzimmer möchten, reichen sie eh allemal). Natürlich können Sie vor der Reise oder danach noch ein paar Tage in Marrakech anhängen.

 

Diese Reise ist keine normale Reise. Denn wir wollen Menschen auf Augenhöhe begegnen und keine Programmpunkte abarbeiten. Das bedeutet: Wir planen die Reise genau so wie sie im Programm steht, haben auch mit allen Menschen vor Ort, mit denen wir Begegnungen planen gesprochen. Nun ist es aber eben in Marokko immer wieder mal so, dass zugesagte Termine platzen können, ganz plötzlich mal die eine Person nicht kann, oder eine andere abspringt oder…. Das ist immer möglich, gerade jetzt nach Corona, wo bei so vielen noch gar nicht klar ist, wie es weiter geht! Wir werden selbstverständlich immer, auch spontan, Alternativen organisieren, aber wenn uns das nicht immer gelingen sollte (so es denn notwendig werden würde), dann ist es eben so. Bitte bleiben Sie flexibel. Dafür können wir Sie dann auch unterwegs immer wieder mit Dingen überraschen, die gar nicht im Programm auftauchen, die sich eben spontan aus eben jenen Begegnungen entwickeln…

 

Gruppengröße: 7 bis 14 Frauen

 

Kosten pro Person im halben DZ ab 9 Frauen: 1.950 Euro

Kosten pro Person im halben DZ ab 7 Frauen: 2.050 Euro

EZ-Zuschlag (wo möglich) : 290 Euro

 

Darin ist folgendes inbegriffen: Flughafentransfers; Rundreise im Geländewagen, max. 4 Personen plus Fahrer / Fahrzeug auf Überlandstrecken; ausgesuchte Unterkünfte von einfach bis schick in Halbpension; Besuch von Kooperativen laut Programm o.ä. incl. Trinkgeld dort (allerdings keine Trinkgelder für Guides, Fahrer, Zimmermädchen oder andere individuelle Dienstleister); Folklore; Mittagessen im Rosental, in Aguinane und in Sidi M’barek; Hammam-Eintritt und Seife, Ghazoul und Waschlappen; lokale Guides, wo notwendig; Reiseleitung Simone Benhassi

 

Nicht inbegriffen: Mittagessen (Picknick oder spontan) außer 1 x im Rosental, 1 x im Aguinane und 1 x in Sidi M’barek; Getränke (außer Begrüßungstee und Tee bei inkludierten Mittagessen); individuelle Trinkgelder (außer in Kooperativen); Museumseintritte in Marrakech (bei früher Anreise), alles oben nicht genannte. Grundsätzlich wäre es nett, Sie bringen der Familie, bei der Sie zu Gast sind im Rosental ein kleines Gastgeschenk mit (Seife, Schokolade, Süßigkeiten etc.)