30. April bis 11. Mai 2027
Highlights der Reise
· Großartige Landschaften im Hohen Atlas sowie an dessen Südhang
· Begegnungen mit Frauen auf Augenhöhe
· Hammambesuch und Henna-Zeremonie
· Kochen und Brotbacken mit Frauen vor Ort
· Einzigartige Erlebnisse auf dem berühmten Rosenfest
· Unesco-Weltkulturerbe Ait Ben Haddou
· Reiseleitung durch die Marokko-Expertin und bekannten Buchautorin Muriel Brunswig
· Kleine Gruppengröße von 4 bis maximal 9 Frauen
Im Mai, wenn es zu heiß ist für die Wüste, beginnt die schönste Reisezeit für das Ait Bougmezz, eine zauberhafte Hochebene auf 2000 Metern im Hohen Atlas. Die optimale Zeit also für uns, um in diese so unbekannte, zauberhafte und unverfälschte Region Marokkos zu reisen. Doch natürlich bleiben wir nicht die ganze Zeit hier oben. Vielmehr erkunden wir auf dieser Reise auch die Südhänge des Atlas, und nehmen deshalb eine kleine, atemberaubend schöne Straße ins Rosental, um dort nicht nur das legendäre Rosenfest zu feiern, sondern um dann von dort über Ait Ben Haddou in das kleine Paradies Aguinane und von dort dann über Marokkos zweitschönsten Atlaspass, den Tizi’n’Test zurück nach Marrakech zu kommen. Doch so herrlich die Landschaft auf dieser Reise ist – sie ist es nicht, die diese Reise zu so etwas ganz Besonderem macht: Es sind die Frauen, denen wir begegnen, starke, wunderbare Frauen. Sie teilen ein Stück ihres Alltags mit uns, zeigen uns, wie sie leben, lachen und erzählen. Vor allem aber zeigen sie, dass das Leben der Frauen in Marokko ganz anders ist, als viele von uns dies sich vorstellen!
An ihrer Seite ist Muriel Brunswig. Die Autorin mit Wohnsitz in Freiburg und Marrakech hat zahlreiche Bücher über Marokko geschrieben. Sie hat die Reise, als Inhaberin der Firma TourSerail, auch organisiert und kennt die Frauen, denen wir auf dieser Reise begegnen. Für Muriel ist der nachhaltige Tourismus ein Anliegen, genauso wie eine Begegnung auf Augenhöhe mit den Menschen vor Ort. Als erfahrene Reiseleiterin wird sie für Sie die Brücke zum Land sein, damit sie tief eintauchen können in die Kultur der Amazirin, der sogenannten „Berber“.
Das Programm:
30. April : Sie reisen individuell nach Marokko, wo wir Sie am Flughafen abholen und in Ihre Unterkunft bringen – ein zauberhaftes kleines Hotel. Um 19 Uhr begrüßt Sie Muriel mit einem Aperitif, bevor Sie dann auf der Dachterrasse oder in einem der Salon ein köstliches Abendessen serviert bekommen. Willkommen in Marokko!
1. Mai : Sie verlassen Marrakech nach dem Frühstück und fahren in Richtung Osten. Zunächst geht es über die Ebene bis Sie nach Demnate kommen. Dann biegen Sie links ab in die Berge. Die Straße windet sich die kargen Berge nach oben, bis Sie über eine Bergkuppe fahren und plötzlich das grüne Band des Ait Bougmezz vor sich sehen. Es ist ein paradiesisches Tal: Apfelbäume, soweit das Auge reicht, Häuser aus Naturstein und Lehm, ein Kegelberg inmitten der Hochebene und die kargen Berge des Hohen Atlas, die in den Abendstunden rot leuchten. Wir bringen Sie in Ihre Unterkunft, eine wunderschöne Eco-Lodge oben auf einem Hügel, so dass Sie die einzigartige Aussicht genießen können. Sie werden mit einem Tee und Gebäck willkommen geheißen. Es bleibt ausreichend Zeit für einen ersten kleinen Spaziergang. Am Abend gibt es ein köstliches Abendessen mit Gemüse aus dem eigenen Garten. Willkommen im Glücklichen Tal!
2. Mai : Heute Morgen ist Markt in Tabant. Hierher fahren wir und schauen uns das Markttreiben an. Hier gibt es einen Eselsparkplatz und die Menschen aus der Umgebung kommen hierher, um Ihren Wocheneinkauf zu tätigen. Mittagessen unterwegs.
So tanken wir Kraft für den Aufstieg zum Djebel Moussa, einem kleinen Marabout, ein Heiligengrab, von dem aus man einen großartigen Blick auf das herrliche Hochtal hat. Wer es nicht nach oben schaffen möchte oder kann, braucht natürlich nicht mit nach oben. Es gibt auf halber Strecke auch eine Bank! Nach einem Tee des Grabwächters geht es zurück in unsere Lodge – wenn wir unterwegs eine offene Kooperative finden, halten wir an! – wo wir noch ein bisschen Zeit für uns haben, bevor es zu Abend essen gibt.
3. Mai : Das Ait Bougmezz wird auch „das glückliche Tal – la vallée heureuse“ – genannt, da hier oben ganzjährig Wasser fließt, und die Bewohner somit ausreichend Wasser für eine ganzjährige Landwirtschaft haben. Und wer hier oben ist, wird spüren: Die Bezeichnung „Glücklich“ hat hier einen ganz tiefen Sinn. Denn die Uhren scheinen im Ait Bougmezz stehen geblieben zu sein. Die Menschen hier haben sich ihr ursprüngliches Leben und ihre alten Traditionen bis heute bewahrt. Nach dem Frühstück werden wir abgeholt und begleiten Ahmad oder einen der anderen, die hier arbeiten in das Dorf unterhalb unserer schönen Lodge. Wir dürfen zu Gast bei einer der Frauen sein, die uns ihr Haus zeigt und mit der wir dann gemeinsam auf die Felder gehen. Wir lernen, wie die Frauen hier arbeiten, dürfen auch einmal versuchen, eine Ziege oder eine Kuh zu melken und kommen dann wieder zurück in unsere Lodge. Nach einer kleinen Siesta und einem Spaziergang (wer möchte) helfen wir den Frauen in unserer Lodge, das Abendessen zu kochen.
4. Mai: Da es hier oben so zauberhaft ist, bleiben wir noch einen Tag. Wir machen einen Ausflug nach Zaouiat Ahansal, eines der wichtigsten islamischen Klöster. Hier besuchen wir eine Frauen-Kooperative und essen danach bei einer Familie. Danach geht es zurück ins Ait Bougmezz, wo das Hammam angeheizt wird und wir uns gegenseitig den Rücken schrubben können. Abendessen wieder in unserer Auberge.
5. Mai: Heute geht es weiter. Schweren Herzens verabschieden wir uns von dem schönen Ort und nehmen den Weg gen Süden. Es ist eine abenteuerliche Straße, die wir heute fahren. Es geht einmal von der Nordseite des höchsten Gebirges Nordafrikas auf die Südseite. Bei klarer Sicht können wir den Gipfel des M’Goun sehen, Marokkos zweithöchstem Berg, sobald wir das schöne Hochtal verlassen haben.
Haben wir den Pass erst einmal hinter uns begeben wir uns auf die Südseite des Atlas, und das heißt Richtung Wüste. Sie werden es sofort sehen: Statt sattgrüner Felder ist hier alles in Ocker, rot und beige. Es ist ganz anders schön. Statt Natursteinhäusern werden Sie immer mehr Kasbahs sehen, kleine Lehmburgen, die sich vor den warmen Farben der Berge erheben. Vorbei an Bouthrarar kommen wir so ins Rosental, und weiter bis Taouirt, wo die marokkanische Familie von Muriel eine kleine Lodge betreibt. Wir werden mit einem Tee begrüßt und können am Pool entspannen, bevor wir dann zu Abend essen.
6. Mai : Nach dem Frühstück gehen wir auf ein Rosenfeld – schließlich steht der zweite Teil dieser Reise ganz im Zeichen der Rose 😊. Wir schauen den Frauen bei der Ernte zu und wenn Zeit ist und wenn Lust da ist, helfen wir den Frauen beim Kochen. Nach einer Siesta besuchen wir dann das legendäre Rosenfest, wo es nur so vor Menschen wimmelt! Wir schlendern vorbei an Verkaufsständen, und mit ein bisschen Glück sehen wir auch schon die ersten Fantasias. Am Abend essen wir wieder in unserer Unterkunft zu Abend.
7. Mai: Am Morgen backen wir mit den Frauen Brot. Danach kommt eine Hinnaya zu uns und bemalt uns die Hände. Das ist nicht nur schön, sondern spendet auch Segenskraft. Während das Henna trocknet trinken wir Tee, essen unser Brot mit frischem Olivenöl und ruhen uns ein wenig aus. Da das Programm des Rosenfestes immer erst kurz vorher festgelegt wird, bleiben wir heute offen. Sicher aber werden wir heute eine Fantasia sehen und ganz sicher auch den riesigen Markt besuchen. Mit ein bisschen Glück ist heute schon die Wahl zur Miss Rose – vielleicht verpassen wir diese aber auch. Am Abend dann kommen Musiker zu uns in die Unterkunft, Frauen und Männer, die uns ihre traditionellen Tänze, die Hawach, zeigen. Natürlich dürfen wir mittanzen!
8. Mai : Wir verlassen das gastfreundliche Haus und fahren nach Ait Ben Haddou. Wir laufen zum Maison de l’Oralité, ein kleines ethnografisches Museum, wo es um die mündlichen Überlieferungen der Amazirin geht. Ein tolles Frauenthema! Danach gehen wir zu den Frauen der Initiative Tawesna, wo wir ein kleines Mittagessen bekommen. Danach lehnen wir uns zurück und lassen uns nach weiterfahren. Es geht zunächst vorbei an Tazenakht über abenteuerliche Pisten nach Aguinane – das kleine Paradies. Hier checken wir ein in ein kleines einfaches, aber sauberes Hotel. Am späten Nachmittag besuchen wir die Frauenkooperative. Abendessen im Hotel.
9. Mai : Am Vormittag machen wir einen Spaziergang durch die Oase. Danach geht es zurück auf große Straßen! Zunächst machen wir Halt in Taliouine, wo wir eine Safran-Kooperative besuchen, echten Safran kaufen können und köstliche Safran-Omelettes zu essen bekommen. Danach fahren wir nach Taroudannt, wo wir in ein schönes Hotel mit Pool in einem herrlichen Garten übernachten. Abendessen dort.
10. Mai: Es geht über den Pass Tizi’n’Test, Marokkos zweitschönsten Atlaspass (den schönsten haben wir vom Ait Bougmezz ins Rosental überquert! Immer wieder bieten sich sagenhafte Blicke über die Sousse-Ebene an. So kommen wir am Nachmittag entspannt am Stausee Lalla Takerkoust an, wo wir ein schönes Hotel mit Pool beziehen. Abendessen dort.
11. Mai: Wir bringen Sie noch an den Flughafen von Marrakech (oder wenn Sie verlängern wollen in die Medina von Marrakech) und heim geht die Reise.
Reise-Informationen:
Wir haben sehr individuelle Unterkünfte gewählt, mal schick, aber auch mal einfach. Nicht überall können wir Einzelzimmer zusichern (aber fast immer und wenn gar nicht so viele Frauen ein Einzelzimmer möchten, reichen sie eh allemal). Natürlich können Sie vor der Reise oder danach noch ein paar Tage in Marrakech anhängen. Diese Reise ist keine normale Reise. Denn wir wollen Menschen auf Augenhöhe begegnen und keine Programmpunkte abarbeiten. Das bedeutet: Wir planen die Reise zwar genauso wie sie im Programm steht, haben auch mit allen Menschen vor Ort, mit denen wir Begegnungen planen gesprochen. Nun ist es aber eben in Marokko immer wieder mal so, dass zugesagte Termine platzen können, ganz plötzlich mal die eine Person nicht kann, oder eine andere abspringt oder…. Das ist immer möglich! Auch steht das Programm des Rosenfestes noch nicht fest. Und wenn wir ganz großes Pech haben, kann es sein, es wird sogar verschoben, dann z.B. wenn es einen ganz langen Winter gab und die Rosenernte deshalb nicht wie gedacht stattfinden konnte (aber die Regel ist: Erster Donnerstag im Monat startet das Fest). Wir werden selbstverständlich immer, auch spontan, Alternativen organisieren, aber wenn uns das nicht immer gelingen sollt, dann ist es ebenso. Bitte bleiben Sie ein wenig flexibel. Dafür können wir Sie dann auch unterwegs immer wieder mit Dingen überraschen, die gar nicht im Programm auftauchen, die sich eben spontan aus eben jenen Begegnungen entwickeln…
Wichtig: Sollten Sie sich bei unebenen Wegen und bergab unsicher beim Gehen fühlen, raten wir dringend dazu, Schuhe mit Halt und auch einen Wanderstock mitzunehmen, denn manchmal sind die Wege unwegsam. Auch wenn wir keine wirklichen und auch keine anstrengenden Wanderungen machen, laufen wir immer wieder kurze Wege bergauf oder bergab auf unbefestigten Wegen. Sollten Sie schnell an Reisekrankheit leiden, raten wir dazu, entsprechende Medikamente (z.B. Super-Pep) mitzunehmen. Denn wir fahren auch wackelige und kurvige Strecken, vor allem über die Atlaspässe und nach Aguinane..
Gruppengröße: 5 bis 9 Frauen
Kosten pro Person im halben DZ: 2.490 Euro
Kleingruppenzuschlag bei 5 Frauen: 150 Euro
Kleingruppenzuschlag bei 4 Frauen: 250 Euro
EZ-Zuschlag (wo möglich): max. 290 Euro (wir dann nach Zimmerverfügbarkeiten direkt ausgerechnet)
Darin ist folgendes inbegriffen: Flughafentransfers; Rundreise in mehreren Geländewagen mit Fahrer oder bis 5 Personen im Kleinbus mit Fahrer; ausgesuchte, meist schicke Unterkünfte in Halbpension; Mittagessen (einfache Restaurants, Picknicks und bei Familien); Mineralwasser und Obst im Auto; Besuch von Kooperativen laut Programm o.ä. incl. Trinkgeld dort (allerdings kein Trinkgelder für Guides, Fahrer, Zimmermädchen oder andere individuelle Dienstleister); Folklore; Henna-Malerin; Eintritt ins Hammam; Eintritt für das Museum in Ait Ben Haddou; lokale Guides, wo notwendig; Reiseleitung Muriel Brunswig (oder sollte die je krank werden adäquater Ersatz); Mitbringsel für die Familien, wo wir zu Gast sind; Sicherungsschein
Nicht inbegriffen: Anreise nach Marokko; Getränke außer Begrüßungstee, Mineralwasser und Tee beim Mittagessen; individuelle Trinkgelder (z.B. in den Hotels und für die Fahrer); private Reiseversicherungen.