Blütenzauber - Frauenreise

15. bis 26. Februar 2022

Dass der Süden Marokkos einfach nur zauberhaft ist, werden Sie wahrscheinlich ahnen oder schon wissen: Atemberaubende Bergkulissen, exotische Pflanzen, Burgen aus Schiefer und Lehm, mal in leuchtend rot und mal in zartem Rosa. Dazu ein stahlblauer Himmel, liebenswerte Menschen und natürlich die Wüste. Doch jetzt stellen Sie sich das Ganze mal noch voller Blüten vor! Denn der Februar ist der Blütenmonat in Marokko. Natürlich können wir den zarten Flaum der Mandelblüte nicht garantieren, da Mutter Natur den genauen Zeitpunkt bestimmt, doch wir kennen die Region und wissen aus Erfahrung, dass die Blüte zu dieser Jahreszeit sehr wahrscheinlich ist. Und deshalb möchten wir Sie dazu einladen, in dieser ganz besonderen Zeit des Jahres mit uns hierher zu reisen!

 

Doch natürlich steht selbst auf einer Reise, die Blütenzauber heißt, trotz allem nicht die Blüte im Vordergrund, sondern das Land, in das wir reisen. Es ist das Land der Berber und Araberinnen, die hier, südlich des Hohen Atlas ihr ganz eigenes Leben führen, oftmals noch fern dessen, was wir als „westliche Zivilisation“ bezeichnen. Und zu diesen Frauen reisen wir. Wir begegnen ihnen auf Augenhöhe, lassen uns ein, besuchen sie und lernen von Ihnen, wie man eine Tajine kocht, wie man Brot bäckt oder mit Henna malt. Bei uns ist Simone Benhassi, eine tolle Frau! Die Schweizerin lebt seit über 40 Jahren in Marokko, arbeitet beim Aufbau des Schutzprojektes für den Djebel Bani mit und kennt die Region, die Sie gemeinsam bereisen besser als jede andere Europäerin. Sie bildet für Sie die Brücke zum Land, mit ihr können Sie tief eintauchen in das Leben vor Ort und bekommen Einblicke, die anderen Reisenden sonst immer verwehrt bleiben. Willkommen in der Frauenwelt Marokkos!

Das Programm:

15. Februar - Sie fliegen individuell nach Marrakech, wo wir Sie am Flughafen abholen und in ein kleines, sehr zentrales, hübsches Riadhotel bringen. Sie lernen Simone, Ihre Reiseleiterin kennen. Wer schon am Vormittag anreist (oder an einem früheren Tag) geht heute Nachmittag mit Simone ins Musée de la femme, in das Frauenmuseum. Am Abend treffen wir uns dann alle – je nach Wetter auf der Dachterrasse oder im Salon – zum Essen in unserer Unterkunft. Willkommen in Marokko!

 

16. Februar – wir fahren um 9 Uhr morgens los. Als erstes geht es ans Meer! Nach nur 200 km kommen wir in Essaouira an, wo wir einen kleinen Stopp einlegen. Wir haben hier eine Stunde Zeit, uns ein bisschen im Ort umzusehen, und um einen Nussnuss – einen Milchcafé, oder einen Thé à la menthe zu trinken. Danach geht es weiter. Unser erster Stopp ist eine Frauenkooperative für Arganöl etwas außerhalb von Essaouira. Wir dürfen das außergewöhnliche Öl probieren (denn! So frisch bekommen Sie das nirgendwo sonst auf der Welt, schließlich ist der Arganbaum eine endemische Pfanze) und wir bekommen erklärt, wie man das traditionelle Öl herstellt. Vorbei an herrlichen Stränden erreichen wir am späten Nachmittag ein kleines Tal nahe Agadir, wo wir in einer zauberhaften Herberge übernachten. Abendessen dort.

 

17. Februar – Heute geht es in den Anti-Atlas! Die Mandelbäume warten! Unser erster Stopp heute ist das Felsendorf Tizourgane, das wir besuchen. Wir schauen uns das befestigte Dorf an, kommen dann bald aber schon tief rein in diese zauberhafte Landschaft des Anti-Atlas. In Oumesnat erwartet uns ein kleines ethnografisches Museum, das wir uns anschauen und dort gemeinsam Tee trinken, bevor wir danach in unsere Unterkunft kommen. Uns bleibt ein wenig Zeit für uns, bevor wir gemeinsam zu Abend essen.

 

 

18. und 19. Februar - Nach dem Frühstück lernen wir Rachid kennen, der sich, im Rahmen einer Association für einen nachhaltigen und Öko-Tourismus sehr für die Frauen und die Region hier engagiert. Er bringt uns in den kommenden zwei Tagen mit den Frauen des Dorfs zusammen und zeigt uns verschiedene Projekte, bei denen Frauen mitarbeiten und die Frauen unterstützen. Wenn es möglich ist, werden wir mit den Frauen gemeinsam kochen. Aber auf jeden Fall werden wir in diesen Tagen sehr viel über das Leben der Frauen vor Ort kennenlernen. Das genaue Programm, welche Projekte wir anschauen, werden wir Ihnen noch vor der Reise mitteilen. Denn schließlich muss sich auch das ländliche Leben in Marokko erst einmal nach der Pandemie strukturieren, weshalb wir nicht Monate im Vorfeld genaue Treffen fixieren können. Was wir Ihnen aber schon mal versprechen können: Neben spannenden Begegnungen mit Frauen, herrlichen Blicken auf das Mandelblütenmeer des Anti-Atlas werden wir mit Ihnen auch in diesen zwei Tagen zu den sogenannten Drachenbäumen spazieren, die sehr selten sind. Zurück in unserer Unterkunft gibt es – wie immer - ein gemeinsames Abendessen

 

20. Februar – Durch eine zauberhafte Landschaft geht es nun tief hinein in die Wüste. Vorbei an Tata, das mit seinen für die Wüste so typischen Arkadengängen unglaublich viel Wüstencharme versprüht (und wo wir natürlich eine Rast machen werden) geht es heute viele Kilometer durch Sand- und Steinlandschaften. Es ist ein langer Reisetag und ganz sicher werden Sie erschöpft sein, wenn wir am späten Nachmittag ankommen. Und deshalb wird es Sie freuen, dass am Ende des Tages ein herrlicher, riesiger Pool auf Sie wartet. Mitten in der Wüste, in einem schönen Hotel. Genießen Sie die Abkühlung – sofern es im Februar nicht zu kalt ist!! Abendessen gibt es natürlich auch wieder.

 

21. Februar – Foum Zguid kann mit zwei Kooperativen aufwarten: Frauen, die wunderbare Tücher besticken, und Henna. Eine der beiden Kooperativen werden wir auf jeden Fall besuchen, vielleicht sogar beide! Sollte das mit den Tüchern nicht klappen, werden wir auf jeden Fall eine Tücher-Kooperative in Zagora besuchen – morgen! Danach wird es paradiesisch! Wüstenparadiesisch! Denn es geht endlich in die erwartete Dünenlandschaft. Vorbei an einem versteinerten Korallenriff, wo wir anhalten, damit Sie sich ein paar Versteinerungen anschauen (und sogar mitnehmen!) können geht es in den Erg Chegaga, dieses herrliche Meer aus Sand. Sie sind in einem Biouak untergebracht, in

Beduinenzelten aus Ziegenhaar, am Abend wird ein Feuer gemacht, und Musik: Sie werden die Magie der Wüste spüren! Das köstliche Abendessen wird da schnell zur Nebensache – bis Sie die ersten Bissen im Mund haben!

 

 

22. Februar – Wollen Sie eine Runde Kamelreiten? Dann ist JETZT die Gelegenheit! Allerdings haben wir nicht den ganzen Vormittag Zeit, sondern fahren so gegen 10 Uhr am Morgen los. Wieder geht es über Sand. Die Fahrer haben eine riesige Freude daran, die besten Pisten zu finden und Sie sind dabei! Der erste Stopp heute ist M’hamid. Hier oder in Zagora werden wir die Frauen der Initiative „Les Femmes de Zagora“ treffen. Ins Leben gerufen wurde sie von Doris Butz, die ihren Zweitwohnsitz in Zagora hat und sich von Tag 1 an in diese wunderschönen Tücher verliebte. Sie hat während der Pandemie die Frauen, wo sie konnte, unterstützt und dank ihrer Initiative ist die alte Tradition des Stickens in den beiden Orten wieder so aktuell wie nie zuvor. Wir werden auf jeden Fall auf Frauen und Tücher treffen und auch Zeit mit ihnen verbringen. Am Nachmittag geht es dann endlich in unsere Unterkunft in N’kob, wo wir in einer zauberhaften Kasbah untergebracht sind. Und natürlich essen wir auch wieder hier zu Abend.

 

23. Februar – Heute geht es über das schönste Gebirgsmassiv Marokkos! Nämlich über den Djebel Saghro. Die Landschaft ist hier wild zerklüftet und wir lassen uns viel Zeit, das wunderschöne Wüstengebirge zu überqueren. Sind wir dann auf der anderen Seite angekommen, sind wir im Rosental angelangt. Die Rosen blühen hier zwar noch nicht, dafür aber – mit ein bisschen Glück – auch Mandelbäume. Wir sind in einer kleinen, sehr familiären Lodge untergebracht und essen auch hier zu Abend.

 

24. Februar – Am Vormittag gehen wir mit unseren Fahrern einkaufen. Es ist zwar nicht der große Wochenmarkt, aber natürlich kann man dennoch alles kaufen, was man für ein gutes Couscous und eine Tajine braucht. Und genau das machen wir heute. Ein Festessen! Nach dem Einkauf haben wir noch Zeit, eine kleine Wanderung zu machen – denn die Landschaft im Rosental mit ihren vielen Gärten ist zauberhaft. Nach einem Picknick draußen geht es dann zu der Familie von Mohamed, unserem „Hauptfahrer“ und marokkanischen Organisator. Dort trinken wir erst einmal Tee und schon geht es los! Wir kochen. Damit nicht alle um einen Topf herumstehen, teilen wir uns auf. Es gibt mehrere Gerichte und wir haben jede Menge Zeit. Ist dann gekocht, essen wir natürlich auch zusammen. Und weil das alleine zwar schon wunderschön ist, aber eben noch kein Fest, kommen heute Abend noch Musiker dazu und es gibt eine richtige Feier. Fast schon eine Abschlussfeier, denn es ist der vorletzte Abend. Übernachten tun wir wieder in unserem kleinen Hotel.

 

25. Februar – Es geht zurück. Zurück ins Großstadtgewimmel. Aus die Ruhe, aus das Landleben. Doch wir nehmen nicht den direkten Weg, sondern lassen uns ein wenig Zeit. Denn die Strecke ist so schön…… zunächst geht es nach Ait Ben Haddou, das wunderschöne Unesco-geschützte Lehmdorf, wo wir eine Rast einlegen. Danach fahren wir nach Telouet, wo wir die Kasbah des Glaoui besuchen und kommen dann – am Nachmittag in Marrakech an. Das Hotel ist das gleiche, wie auf der Hinfahrt. Wir haben Zeit für eine Dusche, für einen Gang über den Djemaa el Fna am Abend – und freuen uns dann doch auf das Abendessen im Hotel, das ganz hervorragend ist. Wir können die Reise gemeinsam noch einmal Revue passieren lassen und so alles ausklingen.

 

26. Februar – wir bringen Sie noch an den Flughafen – oder aber: Sie bleiben noch ein wenig in Marrakech oder sonst irgendwo in Marokko. Sehr gerne helfen wir Ihnen auch hier bei der Organisation!!

 

 

Reiseinformationen:

 

Wir haben sehr individuelle Unterkünfte gewählt, mal schick, gerade auf dem Land aber auch mal einfach. Nicht überall können wir Einzelzimmer zusichern (aber fast immer und wenn gar nicht so viele Frauen ein Einzelzimmer möchten, reichen sie eh allemal). Natürlich können Sie vor der Reise oder danach noch ein paar Tage in Marrakech anhängen.

 

Diese Reise ist keine normale Reise. Denn wir wollen Menschen auf Augenhöhe begegnen und keine Programmpunkte abarbeiten. Das bedeutet: Wir planen die Reise genau so wie sie im Programm steht, haben auch mit allen Menschen vor Ort, mit denen wir Begegnungen planen gesprochen. Nun ist es aber eben in Marokko immer wieder mal so, dass zugesagte Termine platzen können, ganz plötzlich mal die eine Person nicht kann, oder eine andere abspringt oder…. Das ist immer möglich, gerade jetzt nach Corona, wo bei so vielen noch gar nicht klar ist, wie es weiter geht! Wir werden selbstverständlich immer, auch spontan, Alternativen organisieren, aber wenn uns das nicht immer gelingen sollte (so es denn notwendig werden würde), dann ist es eben so. Bitte bleiben Sie ein wenig flexibel. Dafür können wir Sie dann auch unterwegs immer wieder mit Dingen überraschen, die gar nicht im Programm auftauchen, die sich eben spontan aus eben jenen Begegnungen entwickeln…

 

Gruppengröße: 8 bis 12 Frauen

Kosten pro Person im halben DZ: 1950 Euro

EZ-Zuschlag (wo möglich) 290 Euro

 

Kleingruppenzuschlag bei 6 oder 7 Frauen: 120 Euro

 

Darin ist folgendes inbegriffen: Flughafentransfers; Rundreise im Geländewagen, max. 4 Personen plus Fahrer / Fahrzeug; ausgesuchte Unterkünfte von einfach bis schick in Halbpension; Besuch von Kooperativen laut Programm o.ä. incl. Trinkgeld dort (allerdings kein Trinkgelder für Guides, Fahrer, Zimmermädchen oder andere individuelle Dienstleister); Folklore; Eintritt für Tizourgane und Oumesnat; lokale Guides, wo notwendig; Reiseleitung Simone Benhassi

 

Nicht inbegriffen: Mittagessen (Picknick oder spontan), Getränke, individuelle Trinkgelder (außer in Kooperativen); individuelle Hennabemalung; Kamelritt (15 Euro), Museumseintritte in Marrakech, alles oben nicht genannte. Grundsätzlich wäre es nett, Sie bringen der Familie, bei der Sie zu Gast sind im Rosental ein kleines Gastgeschenk mit (Parfum, Seife, Schokolade, Süßigkeiten etc.)